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Schüler forschen zu Arzneimitteln, Energiespeicher der Zukunft und optischen Täuschungen

Dr. Hans Riegel-Preisträger 2015: 1. Reihe v.l.n.r.: Isabella Varga, Magdalena Pohl, Yannick Wingerter, Johanna Kufner, Sarah Kuhn, Emil Iftekhar. 2. Reihe v.l.n.r.: Prof. Dr. Frank Duzaar (FAU), Prof. Dr. Jürgen Schatz (FAU), Annika Willius, Luis Gentner, Roman Eschenbacher, Lucia Härer, Jakob Albert, Johanna Völkel, Marco Alfter (Dr. Hans Riegel-Stiftung). Foto: Harald Sippel / FAU.

Dr. Hans Riegel-Fachpreise an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg verliehen.

Die Naturwissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat am Samstag, 27. Juni 2015 die Dr. Hans Riegel-Fachpreise für herausragende W-Seminararbeiten verliehen. In Kooperation mit der Dr. Hans Riegel-Stiftung wurden in den Unterrichtsfächern Chemie, Geographie, Mathematik und Physik die jeweils drei besten Einsendungen ausgezeichnet. In diesem Jahr gingen 109 Arbeiten für die vier Fächer ein.

Die Jury entschied sich für 7 Schülerinnen und 5 Schüler, die mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten überzeugten. Die Preisträger beschäftigten sich mit vielfältigen Themen wie der „Wechselwirkung zwischen Arzneimitteln und Milch“, der „HIV/Aids-Problematik in Afrika“, zukünftigen Energiespeichern, „Wasser als Heilmittel“ oder stellten Forschungen zu Räuber-Beute-Systemen an.

„Wie auch die Jahre zuvor waren alle eingereichten Arbeiten von hoher Qualität und – besonders erfreulich für eine gute naturwissenschaftliche Ausbildung – es war auch eine große Anzahl an experimentellen Arbeiten darunter. “, sagte Prof. Dr. Jürgen Schatz, Juror für die Chemie-Seminararbeiten. „Insbesondere experimentelles Arbeiten ist nach wie vor essentiell im naturwissenschaftlichen Erkenntnisprozess, der vom Experiment über Beobachtung, Erklärung, schlussendlich zu neuen Erkenntnissen Theorien führt. In den letzten Jahren hat sich eine fruchtbare Interaktion zwischen der FAU und den Schulen in der Metropolregion ausgebildet, um gerade hier eine positive Wechselwirkungen aller Bildungseinrichtungen zu festigen. Der Dr. Hans-Riegel-Fachpreis ist dabei auch ein wesentliches Instrument.“

Herr Marco Alfter, Geschäftsführer der Dr. Hans Riegel-Stiftung, betonte: „Die Dr. Hans Riegel-Stiftung begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein naturwissenschaftliches Studium oder einen technischen Beruf. Mit diesem Wettbewerb finden und fördern wir die Talente, welche Deutschland in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Wir freuen uns, dass wir nun im sechsten Jahr mit der FAU die Dr. Hans Riegel-Fachpreise verleihen können.“

Abiturientinnen und Abiturienten belegen im Rahmen ihres Lehrplans wissenschaftspropädeutische Seminare, sogenannte W-Seminare, in denen sie das wissenschaftliche Arbeiten erlernen. Mit ihren Seminararbeiten konnten sich die Schülerinnen und Schüler aus der Metropolregion Nürnberg an der Universität Erlangen-Nürnberg für die Dr. Hans Riegel-Fachpreise bewerben. Eine Fachjury, bestehend aus Professoren und Dozenten der Universität, begutachtete und bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien.

Maßstäbe für die Prämierung waren dabei in den naturwissenschaftlichen Arbeiten nicht nur das Ansammeln und Wiedergeben von Wissen aus den Lehrbüchern, sondern vor allem das eigene Experimentieren der Schülerinnen und Schüler und der kritischen Auseinandersetzung mit praktischen Versuchen.

Die Fachpreise sind in jedem Fach dotiert mit jeweils 600 Euro für den ersten Platz, 400 Euro für den zweiten Platz und 200 Euro für den dritten Platz. Zudem erhalten die Schulen der Erstplatzierten einen Sachpreis in Höhe von rund 250 Euro als Anerkennung der Betreuung der Arbeiten durch die jeweiligen Fachlehrer.

Geschäftsführer Marco Alfter zu den Sachpreisen für die Schulen: „Die Schulen der Erstplatzierten erhalten Sachpreise im Wert von je 250 Euro. Dies verbinden wir mit dem Wunsch, diejenigen zu ehren und langfristig zu fördern, die für die talentierten Preisträger/innen verantwortlich sind: Lehrkräfte und Schulleitungen. Mithilfe von zusätzliche Ausstattung für den naturwissenschaftlichen Unterricht unterstützen wir indirekt viele Talente bereits in der Schule.“

Die Fachpreise wurden von Marco Alfter, Geschäftsführer der Dr. Hans Riegel-Stiftung, sowie dem Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Frank Duzaar und Mitgliedern der Jury verliehen. Alle weiteren Wettbewerbsteilnehmer, die nicht zu den Preisträgern zählten, erhielten als Anerkennung fachbezogene Sachpreise und eine Urkunde.

Die diesjährigen Preisträger in Chemie:

  1. Platz: Yannick Wingerter vom Christian-Ernst-Gymnasium in Erlangen mit dem Thema „Silane und ihre Eignung als Kraftstoff“
  2. Platz: Johanna Kufner vom Caspar-Vischer-Gymnasium in Kulmbach mit dem Thema „Wechselwirkung zwischen Arzneimitteln und Lebensmitteln am Beispiel von Tetracyclin und Milch und die daraus resultierenden Konsequenzen“
  3. Platz: Roman Eschenbacher vom Hans-Sachs-Gymnasium in Nürnberg mit dem Thema „Lotus-Effekt – Vergleich zu selbst- und industriell hergestellten Beschichtungen“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Christian-Ernst-Gymnasium in Erlangen.

Die diesjährigen Preisträger in Geographie:

  1. Platz: Magdalena Pohl vom Caspar-Vischer-Gymnasium in Kulmbach mit dem Thema „HIV/Aids-Problematik: Die Ursachen und Folgen der Aids-Pandemie in Subsahara-Afrika“
  2. Platz: Annika Willius vom Armin-Knab-Gymnasium in Kitzingen mit dem Thema „Balneotherapie – Wasser als Heilmittel“
  3. Platz: Luis Gentner vom Städtischen Labenwolf-Gymnasium in Nürnberg mit dem Thema „Energiespeicher der Zukunft – Speichertechnik als wichtiger Baustein der Energiewende“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Caspar-Vischer-Gymnaisum in Kulmbach.

Die diesjährigen Preisträger in Mathematik:

  1. Platz: Emil Iftekhar vom Willstätter-Gymnasium in Nürnberg mit dem Thema „Beispiel eines Räuber-Beute-Systems und seine mathematische Modellierung“
  2. Platz: Jakob Albert vom Dürer-Gymnasium in Nürnberg mit dem Thema „Die Keplersche Vermutung“
  3. Platz: Isabella Varga vom Sigmund-Schuckert-Gymnasium in Nürnberg mit dem Thema „Georg Cantor, die Unendlichkeit und die transfiniten Zahlen“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Willstätter-Gymnasium in Nürnberg.

Die diesjährigen Preisträgerinnen in Physik:

  1. Platz: Lucia Härer vom Ohm-Gymnasium in Erlangen mit dem Thema „Magnetohydrodynamik in der Astroteilchenphysik“
  2. Platz: Sarah Kuhn vom Städtischen Gymnasium Herzogenaurach mit dem Thema „Experimente zur optischen Täuschung“
  3. Platz: Johanna Völkel vom Gymnasium Casimirianum in Coburg mit dem Thema „Eratosthenes aus Kyrene und die Messung des Erdumfangs“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Ohm-Gymnasium in Erlangen.

Weitere Informationen:

Christiane Sell
nat-pr@fau.de
09131 / 85 67093