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Neues Mitglied in der Familie der 2D-Materialien

Bild: Gonzalo Abellán/FAU

Wissenschaftler des Departments Chemie und Pharmazie entwickeln Herstellungsverfahren für Antimonen.

Derzeit repräsentieren 2D-Materialien eines der aktivsten Forschungsgebiete weltweit. In den letzten beiden Jahren, rückte dabei neben Graphen vor allem der schwarze Phosphor in den Fokus. Aufgrund seiner intrinsischen Bandlücke besitzt dieser außergewöhnliche Eigenschaften, welche Anwendungen in der Elektronik und Optoelektronik ermöglichen. Jedoch ist die Verwendung dieses Materials limitiert, da es bei Kontakt mit Luft oxidiert bzw. zersetzt wird. Aus diesem Grund ist die Entdeckung alternativer 2D-Materialien mit geeigneter Bandlücke und Stabilität unter natürlicher Atmosphäre derzeit von immenser Bedeutung.

In dieser Hinsicht wurde 2015 die Existenz einer einzelnen, atomaren Lage bestehend aus Antimon-Atomen mit äußerst vielversprechenden halbleitenden Eigenschaften und einer Bandlücke von 2.28 eV prognostiziert.

Einer aktuellen Kollaboration aus deutschen und spanischen Wissenschaftlern, unter der Führung von Dr. Gonzalo Abellán von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und Dr. Félix Zamora (Universidad Autónoma de Madrid, UAM) gelang die erfolgreiche Isolierung von stabilem Antimonen aus wässriger Lösung. Diese nass-chemische Herangehensweise, welche sich durch hohe Skalierbarkeit und zugleich Umweltfreundlichkeit auszeichnet, ebnet den Weg für die Entwicklung neuer Antimonen-basierter Technologien. Die Ergebnisse wurden am 16. August 2016 in der online Version des Journals Angewandte Chemie International Edition unter dem Titel „Few-Layer Antimonene by Liquid-Phase Exfoliation“ publiziert.

Carlos Gibaja, David Rodriguez-San-Miguel, Pablo Ares, Julio Gómez-Herrero, Maria Varela, Roland Gillen, Janina Maultzsch, Frank Hauke, Andreas Hirsch, Gonzalo Abellán,* and Félix Zamora* Angew. Chem. Int. Ed. 2016, DOI: 10.1002/anie.201605298.

Weitere Informationen:

Dr. Gonzalo Abellán
gonzalo.abellan@fau.de