Vortrag am 10. Dezember 2016: „Warum Frustration den Blick in neue Welten öffnet“

Moderne Physik am Samstagmorgen (Bild: Department Physik)

Ein zentrales Paradigma in der aktuellen Wissenschaft ist die Untersuchung von komplexem kollektivem Verhalten und von Organisationsstrukturen. Knapp gesagt, wird dies gut durch den Anglizismus „more is different“ ausgedrückt. In der modernen Festkörperphysik ist das Verständnis von kollektivem Verhalten vieler Teilchen entscheidend, so dass jeder Festkörper ein eigenes faszinierendes Universum mit interessanten physikalischen Eigenschaften darstellt. In diesem Vortrag aus der Reihen „Moderne Physik am Samstagmorgen“ von Prof. Dr. Kai Schmidt, Professur für Theoretische Physik, wird gezeigt, dass sogenannte frustrierte Festkörper den Blick in exotische Welten öffnen, die ungewohnte “topologische“ Eigenschaften haben und unkonventionelle Teilchen aufweisen.

Die Physik solcher topologischer Phasen wurde dieses Jahr durch den Physiknobelpreis gewürdigt und spielt eine interessante Rolle in aktuellen Konzepten zur Realisierung von Quantencomputern. In dem Vortrag werden diese modernen Konzepte der Physik anschaulich erklärt.

Der Vortrag findet am Samstag, 10. Dezember 2016 um 11:15 Uhr im Hörsaal G des Hörsaalzentrums Physik/Biologie, Staudtstraße 5 in Erlangen statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Nach den Vorträgen von ca. einer Stunde Dauer gibt es ausführlich Gelegenheit zu fragen.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Kai Schmidt
09131 85 – 28443
kai.phillip.schmidt@fau.de