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Neuartige Geothermiesysteme auf dem Prüfstand

Johannes Müller vom Geozentrum Nordbayern zeigt das neue Verfüllmaterial für die Bohrlöcher, das getestet werden soll (Bild: FAU/Erich Malter)
Johannes Müller vom Geozentrum Nordbayern zeigt das neue Verfüllmaterial für die Bohrlöcher, das getestet werden soll (Bild: FAU/Erich Malter)

FAU-Geologen beginnen mit Bohrungen zur Verbesserung von Geothermiesystemen

Geologen der FAU testen in Erlangen-Eltersdorf Prototypen neuartiger Erdwärmesysteme. Das Ziel des EU-Projekts „Cheap-GSHPs“ ist es, Geothermie als marktfähige alternative Wärmequelle für Privathaushalte zu erhalten.

Wie sich das Design neu entwickelter Prototypen von Erdwärmesystemen und neuartiges Verfüllmaterial bewähren, untersuchen Dr. David Bertermann und Johannes Müller am Geozentrum Nordbayern der FAU. Dafür haben sie auf dem Gelände der Firma REHAU in Erlangen-Eltersdorf jetzt mehrere Testbohrungen durchführen lassen. In die acht Meter tiefen Löcher brachten sie die neuen Erdkörbe ein und verwendeten in jedem Loch unterschiedliches Verfüllmaterial. Anhand von Wärmesensoren erheben die Erlanger Forscher wichtige Daten zur Leistung der Neuentwicklungen.

Erdkörbe sind eine spezielle Form von horizontalen Wärmetauschern, die normalerweise in einer Tiefe von vier Metern zum Einsatz kommen, vertikale Systeme sind dagegen für größere Tiefen gedacht. Bertermann und sein Team testen nun einen speziellen Zwischentyp aus horizontalem und vertikalem Erdwärmesystem. Diesen entwickelten die Forscher auf Grundlage zahlreicher Computersimulationen, für die die bisher gewonnenen Daten aus dem EU-Projekt „Cheap-GSHPs“ verwendet wurden. Ziel des Projektes ist es, Bau- und Betriebskosten von oberflächennahen Erdwärmesystemen zu reduzieren.

Fotos von der Bohrung

Weitere Informationen zu „Cheap-GSHPs“

Informationen:

Dr. David Bertermann
Tel. 09131/85-25824
david.bertermann@fau.de